Viele Hunde- und Katzenhalter teilen ihr Bett mit den Vierbeinern und schätzen die nächtliche Nähe. Aus medizinischer Sicht bringt das gemeinsame Schlafen jedoch einige Aspekte mit sich, die beachtet werden sollten, insbesondere in Bezug auf Hygiene und Parasitenschutz. Ob Hund oder Katze mit ins Bett dürfen, bleibt letztlich eine persönliche Entscheidung. Wichtig ist dabei, auf regelmäßige Entwurmung, Sauberkeit und die richtige Vorsicht bei unruhigem Schlaf zu achten.
Hygiene beim gemeinsamen Schlafen
Hunde und Katzen mit Freigang bringen beim Ins-Bett-Gehen mit, was sich tagsüber an Pfoten und Fell gesammelt hat. Auch Fell, das jahreszeitlich bedingt oder beim Putzen ausfällt, gelangt auf Decken und Polster. Bakterien, die sonst nur kurz beim Streicheln auf die Haut übertragen werden, wirken bei nächtlichem Körperkontakt über mehrere Stunden hinweg ein.
Menschen mit Vorerkrankungen und Allergiker sollten besonders auf Hygiene achten, wenn Hund oder Katze im Bett schlafen. Regelmäßiges Waschen der Bettwäsche und eine gute Fellpflege der Tiere helfen, die Belastung gering zu halten.
Wichtig: Wer sein Haustier grundsätzlich nicht im Bett haben möchte, sollte das von Anfang an konsequent unterbinden. Einmal gewohnte Nähe lässt sich später nur schwer wieder abgewöhnen.
Würmer als Risiko bei engem Kontakt
Bei engem und langem Kontakt zwischen Mensch und Tier, etwa auf nicht ausreichend sauberer Bettwäsche, stellen vor allem Würmer eine potenzielle Gefahr dar. Ein Beispiel ist der seltene Fuchsbandwurm, der beim Menschen Zysten in Leber und Gehirn verursachen kann.
Ein regelmäßiges Entwurmen der Haustiere ist der wirksamste Schutz vor einer solchen Übertragung.
Als Faustregel gilt:
- Hunde und Katzen mit normalem Risiko: ein bis vier Mal jährlich entwurmen.
- Wohnungskatzen: ebenfalls routinemäßig entwurmen, da Wurmeier etwa über Schuhsohlen in die Wohnung eingeschleppt werden können.
- Freigänger mit ausgeprägtem Jagdinstinkt: je nach Risiko bis zu zwölf Mal jährlich, da die Aufnahme von Beutetieren die Ansteckungsgefahr erhöht.
Die passende Entwurmung finden
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Hund oder Katze zu entwurmen. Spot-On-Präparate wirken über eine Depotwirkung auf der Haut, während sich Pasten mitunter leichter verabreichen lassen als Tabletten.
Ziel jeder Entwurmung ist es, den Lebenszyklus der Parasiten, vom Ei über die Larve bis zum ausgewachsenen Wurm, zu unterbrechen.
Der individuelle Bedarf hängt von mehreren Faktoren ab, etwa vom Lebensstil des Tieres und der Region. Ländliche Gebiete sind häufig stärker mit Wurmeiern belastet als urbane Umgebungen. Der behandelnde Tierarzt kann auf Basis dieser Faktoren einen passenden Entwurmungsplan erstellen, da er das Tier und seine Umgebung kennt. Alternativ oder ergänzend lässt sich mit einer Kotprobe über drei Tage abklären, ob tatsächlich ein Wurmbefall vorliegt.
