Zum Jahreswechsel stehen gute Vorsätze für die eigene Gesundheit traditionell weit oben auf der Liste. Auch bei Haustieren lohnt es sich, das körperliche Wohlbefinden aktiv im Blick zu behalten. Über eine ausgewogene Ernährung und artgemäße Beschäftigung hinaus tragen regelmäßige Gesundenuntersuchungen entscheidend dazu bei, dass Hund und Katze möglichst lange fit bleiben. Solche Vorsorge-Checks gehören längst zum Standard in der Tiermedizin. Im Folgenden wird erklärt, was eine Gesundenuntersuchung umfasst, wie sich Intervalle und Umfang bestimmen lassen und mit welchen Kosten zu rechnen ist.
Impfungen und Parasitenschutz als Basis der Vorsorge
Impfungen und der Schutz vor Parasiten spielen eine entscheidende Rolle in der Prävention. Vierbeiner müssen unter anderem vor Erkrankungen wie Leptospirose, Katzenseuche und Staupe bewahrt werden. Auch Flöhe, Zecken und Würmer sind mehr als lästige Begleiter, sie können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Das Impfschema sieht die ersten Immunisierungen ab der achten Lebenswoche vor. Auch andere Vorsorgemaßnahmen beginnen bereits im Welpen- beziehungsweise Kittenalter.
Was eine Gesundenuntersuchung tatsächlich umfasst
Der Begriff „Gesundenuntersuchung“ sagt für sich genommen wenig darüber aus, was tatsächlich kontrolliert wird. Es handelt sich um Von-bis-Leistungen, die im Vorfeld besprochen werden sollten. Je nach Bedarf kann der Umfang folgende Bausteine enthalten:
- Eine klinische Untersuchung
- Eine zusätzliche Auswertung von Harn und Blut
- Eine Röntgen- oder Ultraschalluntersuchung
Wichtig: Halter sollten vorab mit der Tierarztpraxis klären, welche Leistungen im jeweiligen Vorsorge-Paket enthalten sind.
Kontrollen und Intervalle richten sich nach Alter und Rasse
Der Aufwand richtet sich vor allem nach dem Alter des Vierbeiners, den sportlichen Anforderungen, der Rasse und der familiären Prädisposition. Die Intervalle der Kontrolle werden je nach Bedarf zwischen einem und drei Jahren gewählt. Zeigt ein Tier bereits Anzeichen einer Erkrankung, braucht es andere Untersuchungen als im Rahmen der reinen Vorsorge.
Ist das Auge eines Hundes etwa dauerhaft gerötet und lichtempfindlich, muss ein Grüner Star in Betracht gezogen und der Augeninnendruck gemessen werden. Geht eine Katze auffällig oft aufs Kisterl, lässt sich mit einer Probe des Morgenharns, die zeitnah in der Tierarztpraxis abgegeben wird, ein Nierenproblem oder eine Blasenentzündung abklären. Mit den Ergebnissen lassen sich die weiteren Schritte planen, in manchen Fällen ist dafür ein spezialisierter Facharzt gefragt.
Gesundheit kostet, zahlt sich aber aus
Je früher eine Krankheit erkannt wird, desto besser stehen die Chancen auf einen Therapieerfolg. Es empfiehlt sich daher, bereits bei der Anschaffung eines Haustiers ein Budget für dessen Gesundheit einzuplanen. Dazu zählen etwa Impfungen, Kastration und regelmäßige Routine-Checks. Auch unvorhergesehene Kosten, etwa durch einen Unfall oder eine akute Erkrankung, sollten dabei mitbedacht werden.
